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01. August 2014

Ein starkes Team

Die Aktivitäten der Simba Dickie Group in Ungarn, Bulgarien und weiteren osteuropäischen Ländern sind nicht nur eine Erfolgsgeschichte für das Unternehmen. Sie sind auch die Geschichte der Familie Regöci, die diesen
Erfolg maßgeblich begründet hat. Von Budapest aus hat sie mit viel
Engagement das Geschäft für Ungarn und Bulgarien aufgebaut.

Um die erfolgreiche Unternehmensstrategie in Osteuropa richtig einordnen zu können, muss man in der Historie ordentlich zurückblättern. Schon sehr früh orientierte sich die Simba Dickie Group in Richtung Osteuropa und erkannte
die Chancen dieser Märkte. Bereits 1991/92 gründete Fritz Sieber die erste Exportgesellschaft in Bulgarien mit Schwerpunkt Holzproduktion. Eine weitere Expansion folgte, zuletzt in Form des Eichhorn-Produktionsstandorts in Netvořice, Tschechien. Fast von Beginn an sind die Erfolge der Simba Dickie Group in Osteuropa untrennbar mit dem Namen „József Regöci“ verbunden.

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Peter und József Regöci,
Geschäftsführer von Simba Toys Bulgarien und Ungarn, auf der Fischerbastai in Budapest (v. l.)

Seit der Gründung des Tochterunternehmens in Ungarn im Jahr 1993 ist der Osteuropa-Spezialist mit dabei. „Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich angeworben wurde“, erinnert sich József bei unserem Besuch in Budapest. Die Voraussetzungen waren gut: „Ich brachte Erfahrung im Import / Export mit und hatte nach drei Jahren Arbeit in Bremen einen guten Zugang zur deutschen Sprache und Mentalität.“ Heute, über 20 Jahre später, ist er noch immer mit Stolz an Bord. Das Steuer teilt er sich mittlerweile mit seinem ältesten Sohn Peter (30). „Ich bin quasi mit der Firma aufgewachsen.“, sagt Peter freudestrahlend, „Und der Showroom, in dem immer die neuesten Spielsachen zu finden waren, war für mich das Paradies.“ Nur konsequent also, dass er seine Faszination in Sachen Spielzeug ebenfalls zum Beruf gemacht hat. Nach mehreren Stationen ist er seit 2009 Geschäftsführer von Simba Toys Bulgarien.

Familienbande
Dass die beiden ein besonderes Team abgeben, wird in jeder Gesprächssituation
deutlich. Als wir die Frage stellen, wie das Arbeitsverhältnis zwischen Vater und Sohn aussieht, schmunzeln beide. „Natürlich kann man seine Vaterrolle nicht völlig ablegen, aber ich wollte auch keine hierarchische Ordnung schaffen. Die Zusammenarbeit kann eher als freundliche Partnerschaft angesehen werden“, berichtet József. Die Idee war, dass József seinem Sohn als unterstützender Ansprechpartner dient und ihn ins Geschäft einführt. Somit war für Peter Regöci
der Einstieg 2009 in Bulgarien leichter und er konnte für die Geschäftsleitung in Bulgarien viel von dem Gelernten aus Ungarn mitnehmen, aber auch Neues umsetzen. Auch Józsefs zweiter Sohn Marton tritt bereits in die Fußstapfen
des Vaters.Teamgeist erfordert auch die Einkaufsplanung und Bestellung der Produkte für den ungarischen und bulgarischen Markt. Unstimmigkeiten treten bei der gemeinsamen Planung fast nie auf. Da 60 bis 70 Prozent des Sortiments in Ungarn und Bulgarien gleich sind, entschied man sich für eine Sammelbestellung. „Früher haben wir nur für Ungarn und Rumänien bestellt, seitdem Peter jetzt in Bulgarien ist, bestellen wir für die drei Länder. Im Hinblick auf die Orderzahl macht es einfach mehr Sinn zusammen zu bestellen“, erläutert József.

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Dana Csinos und József Regöci

Da József nicht nur verantwortlich für Ungarn ist, sondern auch weitere Märkte mit koordiniert, besteht ein enger Kontakt zu Dana Csinos von Simba Toys Rumänien. Die Kooperation zwischen
ihr und József Regöci beginnt bereits
im Jahr 2000. Seit 2003 arbeitet nun
Simba Toys Rumänien mit Ungarn
eng zusammen.„Wenn ich die Zusammenarbeit mit Herrn Regöci und Simba Toys Ungarn in einem Satz beschreiben sollte“, sagt Dana Csinos, „dann würde ich sagen, dass wir wie eine Familie sind. Wir wissen, dass wir uns immer aufeinander verlassen können.“

Erfolgsrezept für einen besonderen Markt
Fragt man József und Peter nach ihrem Erfolgsrezept, dann antworten sie: „Wir kennen unsere Märkte sehr genau und dementsprechend wählen wir die Produkte
aus.“ Wegen der breiten gesellschaftlichen Mittelschicht wird der ungarische Markt mit Spielwaren der mittleren Preisklasse und den Basisprodukten der Simba Dickie Group beliefert. In Bulgarien ist der Lebensstandard zwar etwas niedriger als in Ungarn, doch auch hier gibt es eine wohlhabende Schicht. Deshalb finden neben den Basisprodukten auch höherpreisige Artikel der Simba Dickie Group Käufer.

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Traumhaft schön
Die Kulisse der Fischerbastai bei Nacht

Sehr wichtig ist in Ungarn und Bulgarien der Fachhandel: In Ungarn wird hier immer noch ein großer Teil des Umsatzes erwirtschaftet. Daneben
sind auch die westlichen Hyper- und Supermarktketten von großer Bedeutung. Das gleiche gilt für Bulgarien. Das Sortiment der Fachhandelskette Hippoland, einer der größten Kunden
in Bulgarien, besteht zu einem großen Teil aus Produkten der Simba Dickie Group. Neben Hippoland sind die Fachhandelskette Comsed, aber auch ausländische Ketten wie Kaufland und Metro bedeutende Player des bulgarischen Marktes.

Nicht nur die Bevölkerungsstruktur und der Markt, sondern auch die Sprache in diesen Ländern stellt eine Herausforderung dar. Als Peter Regöci nach Bulgarien kam, musste er erst einmal das kyrillische Alphabet lernen. Lachend gibt er zu, dass für ihn anfänglich auch einige Gesten sehr gewöhnungsbedürftig waren: „Wussten Sie, dass ein Kopfschütteln in Bulgarien ,Jaʽ bedeutet und ein Nicken ,Neinʽ? Daran konnte ich mich bis heute nicht wirklich gewöhnen.“ Ausländische Produkte stellen Leute in Bulgarien, aber auch in Ungarn oftmals vor eine Sprachbarriere. „Auf viele ausländische Produkte wird einfach ein Etikett in bulgarischer Sprache auf die Verpackung geklebt“, sagt Peter Regöci. Dieser Umstand brachte József bereits schon vor Jahren auf eine erfolgreiche Idee. Lernspiele von Noris, wie die „Deutschlandreise“, wurden von der Grundidee her kopiert und für den ungarischen Markt als „Rundreise in Ungarn“ adaptiert.

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Spielen auf Ungarisch
Lernspiele von Noris in der Landessprache

Somit waren Simba Toys Ungarn die ersten auf dem Markt, die komplett ungarische Brettspiele im Sortiment hatten – von der Verpackung bis hin zum kleinsten Detail. „Wenn etwas spezifisch für den Markt produziert wird und sogar noch in der Landessprache, dann kommt das gut bei den Leuten an“, erklärt Peter Regöci. Der Erfolg dauert schon seit
über zehn Jahren an. Diese Strategie hat Sohn Peter auch auf dem bulgarischen Markt umgesetzt. Besonders beliebt sind auch die ungarisch sprechenden und singenden Puppen von Simba Toys, da es generell wenig länderspezifisches Spielzeug gibt.

Momentan wird in beiden Märkten YooHoo & Friends eingeführt. Auf dem bulgarischen Markt stehen auch die Klikcarz von Majorette groß im Programm.
Für die Markteinführung 2013 setzte man auf 360-Grad-Marketing mit TV-Werbung, einem eigenen Comic und einem Online-Spiel (www.play.klikcarz.com). Für die Zukunft hat sich die Familie Regöci hohe Ziele gesetzt. Für das eingespielte
Vater-Sohn-Team dürfte es aber kein Problem sein, ihren Erfolgskurs weiterhin
zu halten.

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Kettenbrücke in Budapest

Pressekontakt
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Frau Isabel Weishar

Fon: +49 (0) 911-9763-263
Fax: +49 (0) 911-9763-162

E-Mail: i.weishar@simba-dickie.com