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31. Oktober 2012

Zwischen Tradition und Moderne

Ein neues Heizkraftwerk sorgt bei Heros für mehr Effizienz und umweltbewusstes Arbeiten.

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Schon aus einiger Entfernung sieht man die beiden Türme hoch in den Himmel über Lam ragen. Im leuchtenden Rot der Simba Dickie Group heben sie sich von der Kulisse des Bayerischen Waldes ab.

Die etwa 30 Meter hohen Schlote sind
ein Teil des neuen Heizkraftwerkes von Heros. Geschäftsführer Dirk Panaye
ist sichtlich stolz auf das neue
Biomasseheizkraftwerk, das seit Mitte Februar die Büros und die Produktion des traditionellen Holzspielwaren-
herstellers mit Wärme und Energie versorgt. Zum einen wird so die Warmwasserversorgung gewährleistet, zum anderen liefert das Heizkraftwerk Energie für die acht Holztrockenräume und die großen Trommeln zur Einfärbung der Spielwaren.

Für Geschäftsführer Dirk Panaye war der Neubau des Heizkraftwerks ein wichtiger Schritt. „Die alte Anlage war mittlerweile ineffizient und entsprach nicht mehr den neuesten Umweltgesetzen“, erklärt er. Deswegen stand die  Erneuerung der Heizanlage für ihn auch nach der Übernahme durch die Simba Dickie Group im Dezember 2010 an erster Stelle.

Etwa fünfeinhalb Monate dauerten die Bauarbeiten: Von September 2011 bis Mitte Februar 2012. Denn außer dem Heizkraftwerk mussten im gesamten Bürokomplex auch alle alten Leitungen und Heizkörper ausgetauscht werden. Die Kosten für die gesamte Anlage beliefen sich auf circa 1,5 Millionen Euro.

Holzabfall wird wiederverwertet.
Befeuert wird der hochmoderne Heizkessel mit etwa 30 Prozent des Holzabfalls, der bei der Produktion der Spielwaren entsteht. Die übrigen 70 Prozent werden
zu Pellets gepresst und verkauft. „Früher war das Verhältnis genau andersherum“,
so Dirk Panaye. Damit die Energie des 15000 Liter fassenden Wasserkessels auch während der Produktionshochsaison von Juni bis Mitte November ausreicht,
gibt es einen zusätzlichen Öltank mit 50000 Litern Fassungsvermögen. Der kann zugeschaltet werden. „Deswegen auch die zwei roten Schlote“, erklärt der Geschäftsführer. So können mit dem Holz- und dem Ölbrenner je 1,7 Megawatt
Leistung pro Stunde erzeugt werden.

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Die dicken Rohre dienen als
Zu- und Ablauf für Warmwasser.

Mit der neuen Investition blickt Dirk Panaye positiv in die Zukunft des über 100 Jahre alten Werks. „Wir müssen uns auf das konzentrieren, was wir gut können, nämlich Holzspielzeug herstellen.“ So werde die Kluft zu asiatischen Produktionsstätten immer kleiner, sagt der 47-Jährige. Seiner Ansicht nach liegt das an der hohen Produktivität und Effizienz, mit der in Deutschland gearbeitet wird. Aber auch die Tatsache, dass steigende Lohnkosten und längere Transportwege die Produktionspreise in Fernost stark beeinflussen. Das alte Heizkraftwerk aus den 50er Jahren soll in den kommenden Jahren abgebaut werden und kann zu Teilen künftig in einem Museum in Norddeutschland bewundert werden.

Pressekontakt
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Frau Isabel Weishar

Fon: +49 (0) 911-9763-263
Fax: +49 (0) 911-9763-162

E-Mail: i.weishar@simba-dickie.com