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14. Dezember 2010

Viva Simba und Smoby Iberia!

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Im selben Boot: Antonio Pueyo, Managing Director Simba Toys Iberia, und Vicente Portilla, Managing Director Smoby Toys Iberia, bei einer Dienstbesprechung im beliebten „Parque del Retiro“ in Madrid.

Die spanische Hauptstadt Madrid empfängt Besucher mit strahlender Sonne, postkartenblauem Himmel, mit gnadenloser Hitze, einem Blütenmeer, dem süßen Duft des Sommers und unerbittlichem Straßenverkehr.Die drittgrößte Metropole Europas ist berüchtigt für ihre Staus und es fallen sofort sämtliche deutsche Automobilmarken ins Auge. Die Spanier schätzen deutsche Autos und die Deutschen vergöttern Spanien als Urlaubsland.

Das ist so, seit es Tourismus gibt. Überraschender ist die Tatsache, dass spanische Kinder das Spielzeug der Simba Dickie Group so lieben. So sehr, dass das Sortiment von Simba Toys und Smoby Toys Iberia im Jahresdurchschnitt auf Platz sechs in Spanien steht, das Sommersortiment sogar auf Platz eins. Dabei ist der spanische Markt in jeder Hinsicht einzigartig in der Welt. Dort kann nur bestehen, wer auch ein einzigartiges Konzept bietet. Eins wie das des Fürther Familienunternehmens.

Synergien sind das Geheimnis
„Unser Erfolgsgeheimnis ist, dass wir für Simba Toys und Smoby Toys zwar zwei
unterschiedliche Firmenkonzepte haben, aber ein Management, das eng zusammenarbeitet“, sagt Uwe Weiler, COO der Simba Dickie Group. „Verwaltung und Vertrieb sind gemeinsam organisiert und auch im Lizenzgeschäft gibt es Synergien.“ Der iberische Markt ist stark lizenzgetrieben. Über 30 Prozent der Spielwaren  sind mit einem Lizenzthema versehen. Meistens sind es die Protagonisten der beliebtesten Kinofilme, TVSerien und -shows wie SpongeBob, der derzeit größte Kinderheld, oder die Teenie-Stars aus „Power Puff Girls“ und „Patito Feo“.

Risiko und Segen Lizenz
„Mit Lizenz verkauft sich hier einfach alles besser“, sagt Managing Director Antonio Pueyo, der für alle drei spanischen Standorte Madrid, Valencia und Ibi zuständig ist. „Das ist schon ein hartes Geschäft.“ Doch sie beherrschen es auf eindrucksvolle Weise. Selbst Squap, das erfolgreiche Fang- und Wurfspiel der Simba Dickie Group, ist mit Konterfeis umschwärmter Comic-Helden bebildert.

In diesem Sommer haben die spanischen Töchter wieder eine Mastertoy-Lizenz
erhalten, für „Code Lyoko“. Die computeranimierte Fernsehserie der Produktions-
firma Moonscoop lief von 2003 bis 2007 auf den französischen Sendern France 3
und Canal J sowie auf dem amerikanischen Cartoon Network. Dann zog sie auch spanische Kinder (niños) in ihren Bann. Der Lizenzvertrag umfasst Actionfiguren, Dreiräder, Plüsch, Kinderkostüme, Brettspiele, elektronisches und Musikspielzeug.

„Wir glauben fest an den Erfolg“, so Antonio Pueyo, „obwohl das Lizenzgeschäft sehr risikoreich ist.“ Denn es gibt keine Antwort auf die Frage, ob die Kids ihr Herz verlieren. Bei SpongeBob sieht der 44-Jährige klar: „Es läuft alle drei Stunden eine Folge im Fernsehen, irgendwann erwischt der Schwammkopf jeden kleinen Zuschauer.“

20 Jahre unter Spaniens Sonne
Bereits 1990, acht Jahre nach Gründung der Firma Simba Toys durch Fritz und
Michael Sieber, eröffneten Vater und Sohn die Tochtergesellschaft in Barcelona. Die spanische Erfolgsgeschichte der Simba Dickie Group begann jedoch erst
1998 mit dem Umzug von Barcelona nach Madrid, wo heute viele internationale
Spielwarenhersteller und Kunden ihre Dependancen haben. Nach dem Einstieg
eines lokalen spanischen Partners wurden dann mit Antonio Pueyo und Ignacio
Rodríguez-Novás zwei Geschäftsführer engagiert, die als absolute Markt- und
Branchenkenner gelten.

Auf dem Weg zum Spielzeug
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Immer für einen Spaß zu haben: Vicente Portilla (l.) und Antonio Pueyo führen SpongeBob in Valencia spazieren.

Der Nordspanier Antonio Pueyo kam in die Branche, lebt sie mit Leidenschaft,
Temperament und Esprit. Pueyo wurde als Sohn eines kleinen Unternehmers
geboren, doch ihn faszinierten zunächst nicht die Geschäfte, sondern Geisteswissenschaften. Als Liebhaber der Geschichte, der Literatur- und Rechtswissenschaften schloss er sein Jurastudium ab. „Meine Passion ist das Lesen“, sagt er und kann an keinem Buchladen vorbeigehen. Dann machte er noch den „Master of Business Administration“, spezialisiert auf Marketing. Er startete als Consultant in einer Unternehmensberatung und erkannte, dass Marketing seine Welt ist. 1992 wurde Antonio Pueyo Support Manager Camping & Outdoor in einem großen Handelskonzern, landete 1996 beim Spielzeughändler Toys’R’Us als Marketing Manager in Madrid.

Im Juli 1998 wurde er Mitglied der Simba-Dickie-Familie. „Das war eine recht
mühsame Arbeit, die Kundenstruktur aufzubauen“, erinnert sich der zweifache
Vater an die Anfänge. Heute ist Spanien nach Deutschland und Frankreich der
drittgrößste Markt der Fürther.

Für die Marke Simba Toys ist Managing Director Ignacio Rodríguez-Novás mit
im Boot, der bei diesen Fotoaufnahmen nicht dabei sein konnte. Der 48-Jährige
ist bereits seit mehr als einem Jahrzehnt bei der Simba Dickie Group. Rodriguez studierte in seiner Geburtsstadt Madrid Wirtschafts- und Betriebswirtschaftslehre, schrieb dann seine Doktorarbeit im italienischen Florenz. Danach stieg er als Junior Product Manager in die Telekommunikationsbranche ein und zum Senior Manager auf. Bei der spanischen „Promodes Group“ kam er als Zentraleinkäufer erstmals mit Kinderspielzeug in Kontakt. Dort brachte er es zum Director für die Non-Food-Abteilungen. 2000 wechselte er zu Simba Iberia, baute das Logistiksystem auf und übernahm 2002 zusätzlich das operative Geschäft für den portugiesischen Markt. Seit zweieinhalb Jahren führt er mit Antonio Pueyo das Team aus 25 Mitarbeitern im Büro in Madrid und im Lager. Sein Spezialgebiet ist nach wie vor die Logistik.

Stolz auf die Smoby-Story
Mit Übernahme des französischen Spielzeugproduzenten Smoby im April 2008 wurde der Grundstein für die heutige spanische Gruppe gelegt. Erst 2004 hatte das französische Unternehmen aus dem Haute-Jura in Spanien Fuß gefasst und durch innovative Produkte relativ schnell Erfolg erzielt.

Vicente Portilla war bereits seit 1996 Kaufmännischer Leiter bei Smoby España in Valencia, der schönen Stadt am Meer, die etwa drei Autostunden von Madrid entfernt liegt. Portilla ist in Valencia geboren, studierte Betriebswirtschaft in seiner Heimatstadt und startete nach kurzer Selbstständigkeit seine Karriere 1992 als Verkaufsleiter bei „Josman“, einer spanischen Manufaktur für Kinderkostüme und Schulranzen. 1993 machte er für knapp zwei Jahre einen Ausflug als Produktmanager in die Lebensmittelindustrie, ehe er zwei Jahre als Vertriebsleiter bei „Juguetes Mediterraneo“ arbeitete, einem spanischen Smoby-Partner. 1996 wechselte er dann selbst zu Smoby und wurde kaufmännischer Leiter. Beim Inhaberwechsel im April 2008 war schnell klar, dass er die Geschäfte weiterführen würde und CEO Michael Sieber ernannte Portilla zum Country Manager der neu gegründeten Smoby Toys España. Der 47-jährige zweifache Vater ist mit Leib und Seele der Spielwarenbranche verfallen. 22 Mitarbeiter in Büro und Lager sorgen dafür, dass die Smoby-Produkte in Spaniens Kinderzimmer und Gärten einziehen. „Bei den Kinderküchen sind wir Nummer eins“, berichtet Vicente Portilla. Mädchen und Jungen lieben dieses Rollenspiel gleichermaßen.

Die spanische Spielzeugindustrie macht 75 (!) Prozent des Jahresumsatzes zur
Weihnachtszeit. Aber Outdoor-Spielzeug geht auch gut: Die 2,4 Millionen sonnenverwöhnten Kids spielen schließlich neun Monate des Jahres draußen.

Ein starkes Team
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Store-Check bei „Toys’R’Us“.

Mindestens zweimal im Monat treffen sich die Chefs von Simba und Smoby Iberia. Die Zusammenarbeit ist eng, marken- übergreifend, intensiv und konstruktiv. „Dank der europäischen Smoby-Fabrik können wir jetzt alles selbst machen und eigene Ideen schneller umsetzen“, sagt Vicente Portilla. „Flexibilität ist unser Trumpf“, ergänzt Antonio Pueyo. „Neben China können wir auch in Deutschland, Italien, Spanien oder Frankreich herstellen.“ Im Land des Olivenöls, der köstlichen Wassermelonen, Meeres- und Zitrusfrüchte gibt es eine ausgeprägte Fachhandelslandschaft. In drei großen Verbänden sind etwa 1.000 Fachhändler organisiert. „Wir unterstützen unsere Fachhandelspartner mit einem ausgewählten Portfolio und besonderen Angeboten“, beschreibt Antonio Pueyo die Strategie der iberischen Tochtergesellschaften. Neben den Großkunden bedeuten aber auch die kleinen Convenience Stores, Tankstellen-Shops und Kioske an jeder Straßenecke „ein nicht unerhebliches Geschäft“, so Antonio Pueyo. Dort kaufen die Erwachsenen ihre Zeitungen, Zeitschriften, Zigaretten und nehmen ein Geschenk für die Kids mit. Sammelfigürchen wie die Fillys zum Beispiel. „Oder SpongeBob ‚Puuupsi’“, lacht Pueyo über die ulkige Erfindung.

Die dritte Tochtergesellschaft ist Picó, eine Produktionsstätte der alten Smoby-
Gesellschaft. Die 12.000 Quadratmeter große Metallfabrikation steht in Ibi, einem
Ort in der Provinz Alicante. Hier entstehen die Kinder-Buggys und Dreiräder, Gokarts und Puppenwagen. Durch Verlagerung eines Teils der Metallfertigung aus Frankreich entstand in Ibi das Zentrum der Metallverarbeitung der Simba Dickie Group. Aber das ist eine andere Geschichte. Die erzählen wir Ihnen in der nächsten Ausgabe.

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Immer gute Laune: Das Team Smoby Iberia vor dem Bürohaus in Valencia.

Pressekontakt
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Frau Isabel Weishar

Fon: +49 (0) 911-9763-263
Fax: +49 (0) 911-9763-162

E-Mail: i.weishar@simba-dickie.com