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27. Oktober 2010

Die Simba Dickie Group landet im Land der Maharadschas

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Sinnbild: Der berühmteste Marmorbau Indiens ist das Taj Mahal in Agra, das zwischen 1631 und 1648 erbaut wurde.

Die internationale Expansion der Simba Dickie Group geht immer weiter. Jetzt sucht das Fürther Familienunternehmen in einem der größten Märkte der Welt sein Glück – in Indien.

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Der beliebteste indische Gott heißt Ganesha und ist halb Mensch, halb Elefant.

Als Fritz Sieber und sein Sohn Michael 1982 einen Elefanten als Logo für ihre neue Firma Simba Toys wählten, hätten sie nicht im Traum daran gedacht, welche Symbolkraft dieses Tier einmal haben könnte. Nun, fast 30 Jahre später, gehört die Simba Dickie Group zu den größten Spielzeugherstellern der Welt und ist auf dem Weg, Indien zu erobern, das Land, in dem der Elefant heilig ist. Denn er gilt als Inbegriff von Kraft und Weisheit. Der beliebteste indische Gott Ganesha besitzt den Körper eines Menschen und den Kopf eines Elefanten. Wenn das kein gutes Omen ist! Und tatsächlich gefällt den neuen indischen Geschäftspartnern dieses Firmenlogo aus Fürth sehr. Wie naheliegend, dass der erste große Lizenzdeal für die Tochtergesellschaft Simba Toys India Ltd ein Dickhäuter aus Plüsch ist: das Maskottchen für die Kricket-Weltmeisterschaft. Das neue Kapitel in der internationalen Geschichte des Fürther Familienunternehmens beginnt mit einem blauen Elefanten.

Gefeierte Eröffnung
Das große Eröffnungsfest im April in der Dependance in Mumbai war noch Tage später in aller Munde und in allen Medien. Die mehr als 100 Gäste erlebten an diesem Abend, wie die Simba Dickie Group agiert, wenn sie in einen neuen Markt eintritt: Sie kommt nicht als arroganter Eindringling in das Land der Maharadschas, sondern als Partner.

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Farbenprächtiges Indien: Tänzer in Tracht bezauberten die Eröffnungsbesucher.

Da wurde kein europäisches Fest zelebriert, sondern ein indisches, mit Kinder-Tanzgruppen aus Mumbai, mit hinduistischen Begrüßungs- und Lichtzeremonien, mit indischen Speisen und mit einer bekannten einheimischen TV-Moderatorin. „Die Mehrzahl der Gäste hatte wohl erwartet, dass wir eine selbstdarstellerische Produktshow präsentieren“, sagt Ben Nabert und schmunzelt. „Wir haben aber lediglich zwei Spielzeuge in Aktion gezeigt, ansonsten ein typisch indisches Unterhaltungsprogramm geboten.“

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Spektakuläre Show: Kinder aus Mumbai sorgten für fröhliche Unterhaltung.

Der langjährige Geschäftsführer und Mitgesellschafter von Simba Toys Middle East ist nun auch für Simba Toys India zuständig. Für Unbeteiligte kam das „Grand Opening“ plötzlich. Doch Ben Nabert hegte bereits 2006 bei der Eröffnung in Dubai den Wunsch, eines Tages in das gigantische Land zu gehen. Denn von den knapp 1,3 Milliarden Menschen zählen 220 Millionen zur kaufkräftigen Mittelschicht.
Während das Geschäft in den Vereinigten Arabischen Emiraten wuchs
und gedieh, wurde der Eintritt in den indischen Markt vorbereitet. Hilfreich war von Anfang an, dass das Dubai-Team überwiegend aus Indern besteht. 2008 gab CEO Michael Sieber sein Go, das Projekt zu starten. Hocherfreut über das Vertrauen des Firmeninhabers, ist Ben Nabert überwältigt von der neuen Aufgabe: „Indien empfängt uns mit offenen Armen.“ Die Kommunikation mit den Kunden sei äußerst professionell, vertrauensvoll und positiv.

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Willkommen: Ben Nabert empfängt Tilaka. Der rote Stirnpunkt steht für das Energiezentrum, das dritte Auge, und schützt es.

Unvergleichlich und einzigartig
Indien ist in jeder Hinsicht spektakulär. Das Land hat die höchsten Berge der Erde. In seinen grünen Dschungeln leben wilde Tiere. Ausgedehnte Wüsten stehen im Gegensatz zu zauberhaften Flüssen, Seen und der Küste mit ihren schönen Sandstränden. Jede Region ist anders. Zu den faszinierenden Gesichtern der Natur gehört Indiens mehr als 5.000 Jahre alte Kultur- und Zivilisationsgeschichte.
Sie zeigt sich in den enormen Denkmälern, in der Spiritualität und Philosophie, der Wissenschaft und im Alltag mit den Märkten und Festen und berauschenden Farben. Tradition und Religion verschmelzen mit der Dynamik der Moderne, technischem und wirtschaftlichem Fortschritt. Der Drang nach Innovationen ist überall spürbar. Wie gemacht für einen wie Ben Nabert. „Nach neun Jahren Dubai, dieser doch recht künstlichen Welt, freue ich mich auf dieses gewachsene Land.“

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Magischer Moment: COO Uwe Weiler bei der Lichtzeremonie, die Frieden
und Wohlbefinden bringen soll.

Spielwaren sind Mangelware
Die Simba Dickie Group entschied sich für das wirtschaftliche Zentrum Indiens, dessen Hauptstadt Neu-Delhi ist. Mumbai ist die größte Stadt, von Dubai nur zwei Flugstunden entfernt. Die Metropole an der Westküste zählt fast 13 Millionen Einwohner, im Ballungsgebiet sogar rund 20 Millionen. Aber es gibt noch keinen Spielwarenmarkt. Stattdessen Tausende kleiner Familienbetriebe, Einzelhändler,
die auch ein paar Spielzeuge anbieten.

Die älteste Shopping-Mall in Indien ist gerade mal drei Jahre alt. Immerhin sind Großkunden der Simba Dickie Group wie Metro und Carrefour mittlerweile da. Zeitgleich eröffnete Hamleys den ersten Store in Indien. Hamleys ist eines der größten Spielwarenfachgeschäfte der Welt mit Stammsitz in London, Filialen in Dublin, Dubai, Amman und Glasgow.

Die Gründungscrew von Simba Toys India verbrachte das Jahr 2009 vor allem damit, ein Händlernetz aufzubauen. „Logistisch war das der Wahnsinn“, atmet Ben Nabert tief durch. Nun sind 15 bis 20 Distributoren engagiert und somit sind die Marken in jeder größeren Stadt vertreten. Das operative Geschäft läuft seit Oktober ’09.

Das gute Image öffnet Türen
Die schwierigste Hürde zur Gründung der Gesellschaft war die komplizierte Bürokratie. „Dafür habe ich allein 250 Dokumente unterschrieben“, so der 31-jährige Manager. Eine harte Arbeit, bei der ihm sein Dubai-Partner Business Development Manager Pradeep Parmar zur Seite stand. Wichtigster Türöffner bei allen Behörden war aber, „dass die Muttergesellschaft international ein gutes Image und hervorragende Reputation genießt, man zollt uns hohen Respekt.“

Trotzdem dauerte die Gründungsphase statt der geplanten zwei dann doch vier Monate. Denn plötzlich änderte die Regierung die internationalen Einfuhrgesetze für Spielzeug. Es sollten nur noch jene zugelassen werden, die nach US-amerikanischen Sicherheitsstandards zertifiziert sind. Die Simba-Dickie-Ware ist aber nach der europäischen Norm EN 71 klassifiziert. „Die US-Richtlinie für alle unsere Produkte zu erfüllen, hätte sehr lange gedauert und wäre auch sehr teuer geworden“, sagt Ben Nabert. Doch im Oktober 2009 wurde das Importgesetz um den europäischen Standard ergänzt.

Die Schiffe mit Simba Dickie Toys hatten freie Fahrt vom Logistikzentrum Dubai aus. Risiken bergen unerwartete Regierungsentscheidungen nach wie vor. „Es könnte passieren, dass man von uns verlangt, im Land zu produzieren, aber dafür gibt es hier noch gar keine Infrastruktur“, so Nabert.

Zunächst konzentriert er sich mit seinem 20-köpfigen Indien-Team darauf, das Bewusstsein bei den Erwachsenen zu entwickeln, was Qualitätsspielzeug für Kinder leisten kann. „Da ist noch Aufklärungsarbeit nötig.“ Die Firmenstrategie basiert auf intensiver Marktanalyse. „Indien hat erkannt, dass Wachstum und
Wohlstand nur durch Bildung möglich sind“, beschreibt Ben Nabert. Im krassen Gegensatz zu Dubai, wo Spielzeug nicht groß, laut und teuer genug sein kann, „schätzt man in Indien edukatives Spielzeug, das preiswert ist.“ Daher startet das Fürther Unternehmen mit den Simba- und Smoby-Linien „Art&Fun“, „Cotoons“, „World of Toys“ und „Vroom Planet“.

VVK_5467_300cmyk_ret_218x328_72dpi (JPG)Der erste Megadeal:
Uwe Weiler, COO der Simba Dickie Group, Pradeep Parmar,
Business Development Manager, und Ben Nabert, Managing
Director Simba Toys Middle East sowie India, mit dem Maskottchen
des ICC World Cup 2011 vor dem Taj Mahal Palace & Tower Hotel
in Mumbai.

Der erste Megadeal steht
Ende 2010 startet eine große Promotion mit dem TV-Sender Nickelodeon zum Geschicklichkeitsspiel Squap. Der erste Megadeal jedoch ist mit dem International Cricket Council geschafft: Simba Toys India wurde zu einem Wettbewerb um das Maskottchen und Fanartikel für die Kricket-Weltmeisterschaft geladen, die 2011 in Indien, Bangladesh und Sri Lanka ausgetragen wird. Kricket ist Indiens Nationalsport Nummer eins, bei wichtigen Turnieren gibt der Staat seinen Angestellten frei. An jeder Straßenecke sieht man Kids trainieren. Ruck, zuck ent-
wickelten die Designer der Simba Dickie Group in Dubai ein Plüschtier und gewannen prompt die globale Lizenz zum ICC World Cup 2011, die von Februar bis April läuft. Beim Finale am 2. April in Mumbai dürfte dann jedes Kind wissen, wer die Simba Dickie Group ist. Präsentiert wurden die Produkte bereits im Oktober, zu Dussehra, dem wichtigsten Fest, das dem europäischen Weihnachten gleichzusetzen ist. Es wird der Triumph des Guten über das Böse zelebriert. Dieses Mal mit einem blauen Elefanten.

Pressekontakt
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Frau Isabel Weishar

Fon: +49 (0) 911-9763-263
Fax: +49 (0) 911-9763-162

E-Mail: i.weishar@simba-dickie.com

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