26. Januar 2009

Einmal im Jahr herrscht Ausnahmezustand in Nürnberg: Wenn die Spielwarenmesse rund 80.000 Einkäufer und Fachhändler aus 120 Nationen in die Stadt zieht. Einer der größten Gastgeber ist die Simba Dickie Group. Die Fürther heißen die Welt willkommen. Dieses Mal werden vom 5. bis 10. Februar noch mehr Besucher erwartet, denn die Fachmesse feiert 60. Geburtstag.
In der Spielwarenbranche liegt der Jahreshöhepunkt immer schon im Februar: die International Toy Fair Nürnberg. Keine Chance, erst einmal warm zu werden mit dem neuen Jahr. Denn es geht nicht nur darum, die vielen neuen Produkte rechtzeitig fertigzustellen. Mit ihrem Headquarter in der Region fühlen sich die Fürther als Gastgeber für die Besucher aus aller Welt. Und dabei wollen sie sich immer wieder selbst übertreffen. Wenn die Metropole Nürnberg zum Mekka für die Spielwarenbranche wird, pilgern etwa 80.000 Fachbesucher aus mehr als 120 Nationen auf die 160.000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche. Die Neuheiten-Präsentation der 2.700 Hersteller aus 60 Ländern ist Einkäufern und Fachhändlern wichtigster Informationspool zur Marktorientierung. Zugleich bedeutet sie Kommunikations- und Order-Plattform. Rund eine Million Spielzeug-, Hobby- und Freizeitprodukte erwarten sie. Viele Tausend Neuheiten stehen unter dem aktuellen Motto „Outdoor“. Dieses Mal werden vom 5. bis 10. Februar noch mehr Besucher erwartet, denn die Fachmesse feiert 60. Geburtstag.
Mit vielen Jubiläumsfeten im Messezentrum und in der Innenstadt Nürnbergs dankt das Team der Spielwarenmesse eG seinen Partnern für die lange Verbundenheit. Zur Eröffnungsfeier kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Nürnberger Symphoniker begleiten den Festakt musikalisch. Highlight wird die Verleihung des „Toy Awards 2009“, des Neuheitenpreises der Spielwarenmesse, der innovative Spielideen auszeichnet. Am 7. Februar sind alle Bürger zum Feier-Abend ins Stadtzentrum eingeladen. Eine großartige Innenstadt-Party soll es geben, ein Feuerwerk und Bühnenshows. Während der gesamten Messezeit ist die Stadt im Jubiläumsrausch. Die Aktion „Enjoy Toy Fair City!“ lädt alle Nürnberger und Messegäste zum Mitspielen ein, ob in den Geschäften oder auf der Straße.
DIE SIMBA DICKIE GROUP ZEIGT GRÖSSE
Mit knapp 2.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist die Simba Dickie Group einer der größten Spielwarenanbieter überhaupt auf der Messe. Seit die Firma expandiert, ändert sich das öffentliche Erscheinungsbild. Ging es früher um Understatement, zeigt das Familienunternehmen jetzt seine Stärke und versteckt sich nicht mehr hinter der eigenen Größe. Sechs Stände besetzt die Gruppe mittlerweile, die elf Marken vereint. Jeder ist individuell gestaltet, doch im Branchenumfeld verankert. Und jeder bietet eigenes Catering für die Besucher. Am Zentralstand der Simba Dickie Group beispielsweise herrscht mediterranes Flair. Dort werden Gäste mit Kanapees und Fingerfood-Scampi verwöhnt. Wer es exotisch mag, genießt Sushi. Bei Dickie-Tamiya/Carson geht es eher bodenständig zu.
DIE FAMILIE WÄCHST ZUSAMMEN
Zwei wichtige Ereignisse soll die Spielwarenwelt in diesem Februar sehen. Erstens, dass Smoby Toys (Frankreichs Spielwarenproduzent Nummer eins) Anfang 2008 von Simba Dickie vor dem Untergang gerettet wurde und jetzt zur Familie gehört. Die Smoby-Produkte bekommen einen Platz in Nähe des Simba-Dickie-Gemeinschaftsstandes. Dort, wo bisher die BIG-Produkte präsentiert wurden, die nun an einem anderen Platz im Zentralstand integriert sind. Die zweite auffällige Neuigkeit: Die Modellauto-Marke Schuco hat einen eigenen Stand.
Das wahre Leben pulsiert aber zur Messezeit abends im Headquarter. Ein Shuttle-Service bringt die Gäste in die Werkstraße ins Casino. Es werden jeden Abend mehr als 1.000 Essen serviert, ehe der internationale Besucherstrom in den über 3.000 Quadratmeter großen Showroom fließt. Dort wird geschaut und gestaunt, werden Geschäfte abgeschlossen und Kontakte gepflegt. Für die Gäste aus Mittelmeer-Regionen läuft der Abend zumeist umgekehrt ab, da die Südländer gern spät speisen und erst arbeiten. Nach einem Abstecher in die eigene „Dickie-Bar“ werden die Gäste dann ins Hotel chauffiert. Die Gastgeber sind selten vor dem Morgengrauen zu Hause. Um das komplette Catering kümmert sich übrigens Gisela Sieber, die Ehefrau des CEO Michael Sieber. Ihre erwachsene Tochter hilft mit. So ist das bei einem Familienunternehmen. Auch wenn es längst ein Global Player ist.