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19. August 2008

Mund, Nase, Augen auf beim Spielzeug(ver)kauf

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Kunden in der Spielwarenabteilung sind kritisch und skeptisch, oft unsicher. Dabei ist es ganz leicht für Verkäufer, sie zu beruhigen. Wenn sie die Spielregeln kennen.

Wer andere überzeugen will, muss wissen, wovon er spricht. Knowhow und gute Argumente sind Pflicht für Verkäufer. Beruhigende Worte sind die Kür. Mit diesen Tipps kann jeder die Qualität eines Produktes erkennen.

HINGUCKER. Den Hinweis „Nicht für Kinder unter drei Jahren“ muss man ernst nehmen. In diesem Alter stecken Kinder alles in den Mund. Das Produkt darf keine Teile haben, die sich lösen könnten.

EXPERTENTUM. Die Suche nach den Gütesiegeln lohnt sich. Fehlt das CE-Zeichen auf Spielzeug oder Verpackung, lassen Sie lieber die Finger davon.

SCHNUPPERKURS: Was streng chemisch riecht, sollte bleiben, wo es ist. Es könnte schädliche schwermetallhaltige Farben und Stoffe beinhalten.

LESESTOFF. Auf Verpackung oder Etikett muss die vollständige Herstelleradresse oder Adresse des Importeurs genannt sein. So wissen Kunden, an wen sie sich im Schadensfall wenden können.

REINLICHKEIT. Plüschtiere sollten waschbar sein. Danach gut trocknen lassen, damit sich keine Schimmelpilze bilden. Stoffpuppen für Kleinkinder vor dem ersten Knuddeln waschen. Sie könnten mit Bioziden behandelt sein.

FACHCHINESICH. PVC enthält oft gesundheitsgefährdende Weichmacher, Blei, Zinn- organika oder Nonylphenol. Die könnten schaden, wenn ein Kleinkind sie lutscht. Plastikspielzeug besteht idealerweise aus Kunststoffen wie Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) oder Acetyl-Butyl-Styrol (ABS), da sie als unbedenklich gelten. Fehlt die konkrete Angabe auf Produkt oder Verpackung, handelt es sich meistens um PVC. Gutes Zeichen ist der Hinweis „PVC-frei“ oder „Phthalat-frei“.

OHRENSAUSEN. Brabbelnde Kuscheltiere oder Spieluhren sind beliebte Einschlafhilfen. Für zarte Kinderohren können sie aber viel zu laut sein. Erwachsene sollten sie sich direkt ans Ohr halten. Ist das unangenehm, bedeutet es Krach fürs Kind.

GUT HOLZ. Holzspielzeug gilt als umweltverträglich und solide. Für Kleinkinder eignen sich unlackierte, gewachste Hartholzbauklötze am besten. Bei lackiertem Spielzeug auf Speichel- und Schweißechtheit achten. Verfärbt es prompt die Hände, ist es tabu.

FINGERSPIELE. Eine Schweizer Studie ergab, dass jede fünfte Fingerfarbe zu viel des allergenen Konservierungsstoffs MI/ MCI enthielt. Gut sind Farben auf Basis von Lebensmittel- oder Pflanzenfarben und ohne Konservierungsstoffe.

IN GUTER GESELLSCHAFT. Brettspiele und Puzzles werden kaum getestet. Dabei fanden Warenprüfer durchaus bedenkliche Biozide oder Farbstoffe. 2007 wurden einige Holzpuzzles aus den Läden geholt. Auch hier sollten die Erwachsenen ihrer Nase folgen: Was komisch riecht, lieber liegen lassen. Wer den strengen Geruch erst zu Hause feststellt, sollte das Spiel gründlich lüften.

Pressekontakt
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Frau Isabel Weishar

Fon: +49 (0) 911-9763-263
Fax: +49 (0) 911-9763-162

E-Mail: i.weishar@simba-dickie.com

Diese Zeichen sollten Sie kennen.

CE-Zeichen. Alle Spielzeuge auf dem deutschen Markt müssen dieses Zeichen tragen. Damit verpflichtet sich der Hersteller, die europäische Spielzeug-Richtlinie 88/378/EWG beziehungsweise das deutsche Geräte- und Produkt-Sicherheitsgesetz (GPSG) einzuhalten. Es wird von Herstellern und Importeuren in eigener Regie vergeben.

GS-Zeichen. Steht für „geprüfte Sicherheit“ auf Basis0 des GPSG. Kriterien wie beim CE-Zeichen. Aber: Eine offizielle, unabhängige Prüfstelle untersucht, ob EU-Sicherheitsnormen plus Bestimmungen des Lebens- und Futtermittelgesetzbuchs stimmen.

LGA tested. Dass Produkte mit diesem Zeichen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen, hat eine unabhängige Prüfstelle (die LGA QualiTest GmbH) nachgewiesen.

LGA tested Quality. Nachweis definierter, gehobener und konstanter Qualität. Er bestätigt Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit, Funktionseigenschaften, Verschleißverhalten, Lebensdauer eines Produktes und somit seine umfassende Qualität. Die Produktion wird jährlich überwacht.

Spiel gut. Wird von einem Arbeitsausschuss vergeben. Der pädagogische Spielwert steht im Mittelpunkt. Getestet werden auch Design, Sicherheit und Haltbarkeit sowie Material und Umweltverträglichkeit. Jedes Jahr werden etwa 500 Artikel geprüft, rund die Hälfte erhält das Zeichen. Spielzeug aus PVC-Plastik ist seit 2005 ausgeschlossen.